Sicherheit vs. Privatsphäre: Zur Akzeptanz von Überwachung in sozialen Medien im Kontext von Terrorkrisen

Abstract

Nach den terroristischen Anschlägen in Paris 2015 und Brüssel 2016 wurde das Bedürfnis nach mehr Sicherheit und Überwachung im Internet laut. Als Folge der Enthüllungen der Überwachungsund Spionagetechniken der National Security Agency (NSA) durch Edward Snowden 2013 konnte in der Bevölkerung aber auch ein Aufschrei nach erhöhtem Schutz der Privatsphäre im Internet wahrgenommen werden. Die geschilderten Ereignisse verdeutlichen die gegensätzlichen Wünsche nach Sicherheit und Überwachung im Internet sowie Schutz der Privatsphäre. Im ersten Teil dieses Beitrags stellen wir den Stand der Forschung im Bereich Terror, Sicherheit und Privatsphäre in sozialen Medien dar. Im zweiten Teil führen wir eine explorative Studie durch, um zu beleuchten, ob Bürgerinnen und Bürger in Krisenzeiten bereit wären, ihre Privatsphäre im Internet, vor allem in sozialen Netzwerken, zugunsten von Sicherheit zu reduzieren. Basierend auf qualitativen Daten zeigt diese Arbeit Meinungscluster und Tendenzen in Bezug auf das Nullsummenspiel „Sicherheit und Privatsphäre“.

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